Ich hatte vor kurzem eine Zahn-OP, so dass mit Kauen nicht sonderlich viel war. Daher habe ich mal wieder Okayu gekocht, einen Reisbrei.

Während hier Reisbrei ziemlich unbekannt ist, wird dieser in Asien relativ oft gegessen. In Thailand wird er Chok genannt und morgens sieht man die Einheimischen oft diesen Brei zum Frühstück essen. Auch als ich in China war, gehörte der Reisbrei zum Frühstück einfach dazu, außerdem wird er dort auch in der Ernährungstherapie eingesetzt.

Reisbrei wird meist mit 1 Tasse Reis und 10-12 Teilen Wasser für 3-4 Stunden gekocht. Okayu hingegen ist die japanische Variante, wird mit weniger Wasser gemacht und kürzer gekocht. Dadurch ist Okayu dickflüssiger und eignet sich für mich persönlich besser. In Japan ist es ein typisches Essen wenn man krank ist, weil es einfach zu verdauen ist und bei Magenproblemen helfen soll. Auch in der Schwangerschaft bei Morgenübelkeit soll Okayu helfen.
Der Reisbrei selber ist dabei ziemlich geschmacklos, aber damit ja auch ganz gut, wenn man sich schlecht fühlt und auf nichts Appetit hat.

Okayu

Für der Grundrezept braucht ihr:

  • Reis
  • Wasser

und das ist auch schon alles! Wichtig ist, dass du etwa 1 Teil Reis nimmst und etwa 6-8 Teile Wasser, (falls es zu dickflüssig ist, kannst du während des Kochens auch noch Wasser nachschütten) außerdem rate ich dir von Parboiled Reis ab, am besten Jasmin- oder Basmati-Reis.

  1. Reis waschen und in einen Topf geben. Wasser hinzu geben und alles für ein paar Minuten aufkochen.
  2. Auf mittlere Temperatur herunter drehen und für etwa 30 Minuten den Reis weiterkochen. Dabei regelmäßig umrühren, damit nichts anbrennt.

Okayu

Während Okayu, wenn gewürzt, meist mit Salz, Gemüse und Fisch/ Fleisch gegessen wird, esse ich ihn meist süß. Ich füge dafür Vanille-Sojamilch hinzu, etwas Honig und eine zerdrückte Banane. Da ich den Okayu meist schon am Abend vorher koche und er für ein paar Portionen reicht, kann ich ihn einfach aus dem Kühlschrank nehmen, mit den anderen Zutaten mischen und ihn in der Mikrowelle warm machen.