Japan Nara Shirakawago Takayama

Bevor ich noch komplett vergesse, wo ich in Japan war, geht es weiter mit meinem Reisebericht. Von Kyoto aus ging es nach Nara, danach besuchte ich Shirakawago und anschließend landete ich in Takayama.
Es ist wohl einfach das typische Tourie-Programm. Vielleicht kennst du schon die Fotos von anderen Reisenden, die in Japan von Rehen umringt werden. Vermutlich sind diese Bilder dann aus Nara. Die Rehe galten in vorbuddhistischer Zeit als „Abgesandte des Himmels“ und durften bei Androhung der Todesstrafe nicht gejagt werden. Etwa 1200 zahme Rehe gibt es daher in dem Stadtpark der alten Kaiserstadt anzutreffen. Dorthin fährt man neben den Rehen (die wirklich aufdringlich sein können) auch wegen dem Todaiji-Tempel.

Auch sehenswert war der Besuch des Kasuga Taisha, wo es einen Laternenweg mit 3000 Stein und Bronzelampen zu sehen gibt. Auch dort haben sich Rehe herum getrieben und ein altes Ehepaar hat mich dort zu sich gewunken und mir Waffeln gegeben, die wir zusammen an die Rehe verfüttert haben.

Mein Besuch in Shirakawago war durch einen Zufall deutlich interessanter als ich erwartet hatte, denn ohne es zu wissen war ich am Tag eines Erntedankfestes dort, wodurch das Dorf überraschenderweise zu einem meiner Japan-Highlights wurde.

Shirakawago gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und an dem Tag, an dem ich es besuchte, konnte man durch die Festlichkeiten einen tollen Einblick in die japanischen Traditionen erhaschen.

Dort probierte ich dann auch zum ersten mal Taiyaki. Das sind diese kleinen Fische oben rechts auf dem Foto. Schmeckt wie eine dünne Waffel und man kann zwischen verschiedenen Füllungen wählen. Ich habe recht klassisch welche mit gesüßter roten Bohnen Füllung genommen.

Allgemein ist Shirakawago ein niedliches, kleines Dorf. Dass ich aber während des Fests dort war, hat den Besuch natürlich noch viel toller gemacht. Auch die Einheimischen haben immer wieder von sich aus den Kontakt gesucht und wollten einem erklären, was für ein Fest das gerade war.

Als nächstes reiste ich nach Takayama. Dort besuchte ich eine alte Provinzverwaltung. Das war zwar interessant, aber zog sich recht lange hin. 😀

Nach der Provinzverwaltung ging es dann in die Altstadt, wo ich in einem kleinen Geschäft auch Miso Paste kaufte.
Abends war es in Takayama dann teilweise wie ausgestorben. In einem kleinen Restaurant probierte ich Hida Beef, eine lokale Spezialität. Am Abend traute ich mich auch in das Badehaus in meinem Hotel. (denn dort war nicht angegeben, dass man mit Tätowierungen das Bad nicht benutzen darf.) Ich habe leider auch gleich ein paar Japanerinnen vergrault, nachdem diese meinen zutätowierten Körper gesehen haben. :D“

Wenn du mehr zu meiner Japanreise lesen willst, schau dir doch auch den Artikel zu Kyoto an.