Vor kurzem ging es für drei Tage spontan nach Kopenhagen. Mein Freund hatte mir die Reise zum Geburtstag geschenkt, sowie ein Fahrrad, dass er monatelang umgebaut hat. Da Kopenhagen als die fahrradfreundlichste Stadt der Welt gilt, nahmen wir unsere Räder auch gleich mit dahin.

Kopenhagen eignet sich perfekt für einen 2 oder 3 Tage langen Trip. Die Stadt ist allerdings auch wirklich so teuer wie ihr Ruf. In diesem Artikel werde ich dir aber ein paar Tipps geben, wie du trotzdem günstig durch die Stadt kommst.
Wir sind z.B. sehr preiswert inklusive unserer Fahrräder mit Flixbus von Hamburg nach Kopenhagen und zurück gekommen, haben günstig über Airbnb übernachtet und haben Museen besucht, die an bestimmten Tagen kostenlos sind.


Anreise & Unterkunft

Wie erwähnt sind wir mit dem Flixbus gefahren. Dort hatten wir die Möglichkeit unproblematisch unsere Räder mitzunehmen. Die Fahrt dauert etwa 5 1/2 Stunden, in der Mitte ist sie durch die 45 minütige Überfahrt mit der Fähre nach Dänemark unterbrochen. Der Preis für diese ist im Flixbus Ticket schon enthalten. Im Bus gibt es eine Toilette und Wlan, das mehr oder weniger gut funktioniert.

Anreise Kopenhagen Flixbus Fähre

Der Bus kommt sehr zentral an, Nahe am Bahnhof und der Innenstadt, so dass man von dort aus gut überall hinkommt.

Unsere Airbnb Unterkunft lag in Sydhavnen, das etwa 4 km vom Stadtkern entfernt liegt. Dank unserer Räder mussten wir nie auf die öffentlichen Verkehrsmittel warten, sondern konnten die Strecke entspannt und schnell mit dem Rad zurück legen. Für mich war es das erste Mal in einer Airbnb Unterkunft. Wir hatten dort ein Zimmer in der Wohnung eines anderen Paares, die beide sehr nett waren und auch tolle Reisetipps gegeben haben. Zudem waren beide sehr aufmerksam und hinterließen z.B. Weintrauben für uns im Zimmer oder brachten uns morgens nach der Morgenrunde mit ihrem Hund Brownies zum Frühstück mit.

Kopenhagen Kurztrip


Kopenhagen mit dem Fahrrad

Die dänische Hauptstadt gilt als die fahrradfreundlichste Stadt der Welt. Ein weites Netz aus eigenen Fahrradstraßen macht das Fahren dort sehr angenehm und die Dänen nutzen dies voll aus. Zum Feierabend sieht man mehr Räder als Autos auf den Straßen. Statt Geld für Nahverkehrsmittel auszugeben, sollte man vor Ort entweder ein Rad leihen oder eben wirklich alles zu Fuß erkunden. Das ist auch recht unproblematisch, da vieles zentral im Innenstadtkreis gelegen ist.

Es gibt außerdem genug Parkplätze für das Rad, keine Fußgänger, die unachtsam vor das Rad hüpfen und ein relativ zügiges Fahrttempo lassen einen schnell von A nach B kommen. Vor Jahren war ich mit dem Auto in Kopenhagen, was deutlich unentspannter war. Man merkt, dass die Radfahrer dort komplett in den Verkehr integriert sind und jeder Fahrradliebhaber sollte dort einmal gefahren sein um zu merken, wie angenehm fahren in der Stadt sein kann, wenn die Infrastruktur stimmt.


Essen & Trinken

Wie alles in Kopenhagen ist die Verpflegung nicht gerade günstig und da man Essen muss, wirkt sich das deutlich auf das Reisebudget aus. Trotzdem gibt es Möglichkeiten sich verhältnismäßig günstig zu ernähren.

7Eleven

7Eleven ist eine wahre Oase für Reisende, die knapp bei Kasse sind. Die Auswahl dort ist relativ groß, die Läden findet man  überall in der Stadt und die Preise sind vergleichsweise erschwinglich. Egal ob warmes oder kaltes Essen, bei 7Eleven findet man etwas. Auch zum Frühstück kann man Müsli oder auch Chia Pudding dort kaufen. Viele Läden sind eher wie ein Kiosk aufgebaut, in einigen gibt es aber auch gute Sitzgelegenheiten.

Copenhagen Street Food
Hal 7 & 8 Papirøen, Trangravsvej 14, 7/8

Nicht nur zum Essen ist dieser Indoor Food Market einen Besuch wert. Direkt am Wasser gelegen hat man Aussicht auf das Opernhaus und den Hafen. Dadurch, dass sich alle Stände in einer Halle befinden, bietet sich ein Besuch auch bei schlechtem Wetter an. Bei gutem kannst du draußen am Wasser sitzen und die Aussicht genießen. Die Auswahl an Essen ist groß, so dass für jeden etwas dabei ist und auch preislich kommt man dabei gut weg.

Café Sorgenfri
Brolæggerstræde 8

Das Café Sorgenfri ist ein uriger, gemütlicher Laden. Dort haben wir das dänische Nationalgericht Flæskesteg gegessen. Dabei handelt es sich um einen langsam im Ofen gegarten Schweinebraten und krosser Kruste. Der Wirt erklärte uns, wie wir die Version dort mit Rotkohl und Gurken auf Schwarzbrot am besten Essen. Auch sonst herrschte dort eine ausgelassene, angenehme Stimmung. Der Preis für so viel gutes Essen war außerdem unschlagbar.

Wecycle Copenhagen
Bremerholm 18

Das Wecycle Café kombiniert zwei Dinge, die Dänen lieben: Kaffee und Fahrräder. In dem toll eingerichteten Laden findet ihr Fahrradzubehör, sowie Bekleidung.

Tea:licious Café
Studiestræde 21

Nach dem großen Bubble Tea Boom in Deutschland sind alle Läden genau so plötzlich verschwunden, wie sie aufgetaucht sind. Daher freue ich mich auf Reisen immer, wenn ich Bubble Tea Cafés finde. Auch hier wurden wir sehr freundlich bedient. Neben Bubble Tea gibt es außerdem ein paar Snacks. Ein gemütlicher kleiner Laden für eine Pause zwischendurch.

Sehenwürdigkeiten

Ein guter Startpunkt ist die Statue der kleinen Meerjungfrau. Von dort aus kann man auf dem Weg in die Innenstadt gleich mehrere  Sehenswürdigkeiten sehen, wie z.B. das Kastell, den Gefion Springbrunnen, St. Albans Kirche, Schloss Amalienborg, Frederiks Kirke und und und.

Museen

Wir haben das Jüdische Museum Kopenhagen besucht, fanden dieses aber sehr klein, sodass man schnell durch war. Das andere Museum, das wir uns angesehen haben, war das Thorvaldsens Museum.  Hier ist der Eintritt mittwochs kostenlos. Generell gibt es in Kopenhagen einige kostenlose Museen, wie z.B. das Nationalmuseum und einige Museen haben Tage, an denen der Eintritt ebenfalls kostenfrei ist.

Shopping

Anlaufpunkt Nummer 1 ist die Strøget, eine Fußgängerzone in der man eben die üblichen Verdächtigen findet. Außerdem befindet sich dort das Luxuskaufhauf Illum. Wesentlich spannender als die Läden, die man eben hier auch so findet, sind aber die kleinen Seitenstraßen in diesem Bereich wie z.B. Sankt Peders Stræde oder Studiestræde. Dort gibt es kleinere, alternative Läden, Cafés und Restaurants. Auch Gammeltorv und Skindergade sind einen Besuch wert, dort findet man z.B. auch einen riesigen Nerd-Laden namens Faraos Cigarer, der sich über mehrere Geschäfte in der Straße hinzieht.
Bei schlechtem Wetter gibt es in der Nähe des Bahnhofs außerdem die Fisketorvet Mall, Havneholmen 5. Auch hier findet man eben die Standardläden, die so ziemlich jede Innenstadt in jedem Land aufweißt, aber bei schlechtem Wetter besser als durch die Innenstadt zu rennen.